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Männergemeinschaft

Männergemeinschaft Schöftland

Wie würdest du dich jemandem vorstellen, der dich noch nicht kennt? Wer bist du?

Roger Schawinski fragt das jeweils auch!

Ich bin Jean Hutmacher. Wie der Name schon zeigt, bin ich eine Mischung aus Welsch- und Deutschschweiz. Mein Herz ist in der Romandie zuhause. Ich bin glücklich und verliebt verheiratet. Wir haben vier eigene Kinder und dreieinhalb Grosskinder. Eine spezielle Eigenschaft an mir ist, dass ich ein Mann mit Leidenschaft bin. Alles was ich anpacke mache ich mit grossem Elan. Ob Familie, Erziehung, Gartenarbeit, beim Arbeiten oder auch im Glauben. Ich bin gerne leidenschaftlich und ich mag leidenschaftliche Menschen. Das heisst für mich, dass ich meinen Glauben sehr offen in meinen Beruf hineintrage.

Ihr habt in Schöftland eine Gemeinschaft. Was hat dazu geführt und was ist die Idee dahinter?

Wir haben schon länger darüber nachgedacht, wie unser Glaube auch für unser Umfeld in unserer Region sichtbar und mit Kraft erlebbar wird. Es braucht mehr als nur den Tempel. Da haben wir nach passenden Wegen gesucht. Aus diesen Gedanken heraus haben wir eine Gemeinschaft begonnen. Wir wollten das aber nicht kompliziert machen, sondern ganz einfach starten. So suchte ich Gleichgesinnte, die sich der Vision anschliessen. Es geht dabei um einfache Dinge: Ich suche Menschen, mit denen wir miteinander verbindlich unterwegs sein können. Wo wir uns gegenseitig stärken und auf Augenhöhe miteinander unterwegs sind. Wichtig ist der Fokus: Es muss eine Ausstrahlung nach Aussen haben.

Wir konnten uns dies mit Familien vorstellen, doch da war die Frage der Kapazität. So kam es dazu, dass ich mit Männern startete dieses Miteinander zu pflegen. Ich suchte Männer voller Leidenschaft Potential und Glauben. Mit drei Personen legten wir los.

Aktuell sind wir eine reine Männergruppe. Alle diese Männer haben Familie. Darin übernehmen Verantwortung. Daher sind auch die Familie immer ein Thema. Wir haben auch Ideen für die Familien. Die Gruppe muss nicht ausschliesslich für Männer bleiben.

Wie sieht das aus? was macht ihr?

Zuerst mussten wir uns mal kennenlernen. Es ist nämlich sehr schwierig, dass Männer miteinander eine offene und ehrliche Kultur haben. Wir mussten daran arbeiten, aber heute sind wir so weit.

Wir haben einen monatlichen Rhythmus. Wir treffen uns jeweils freudig, tauschen über unser Leben aus, trinken ein Glas Wein und geniessen dazu einen Apéro riche. Wir trennen dabei nicht zwischen Essen und «frommer Austausch». Zuerst haben wir diese Treffen bei mir zu Hause gemacht, mittlerweile treffen wir uns jeweils bei einem der nun fünf Männer. Der Gastgeber bereitet den Abend jeweils vor. Dabei geht es aber vor allem darum Leidenschaft zu übertragen und miteinander um ein Thema zu ringen, für einander und für Menschen des Friedens zu beten.

Wir haben auch eine Whatsappgruppe, wo wir regelmässig Bibeltexte schreiben oder Gebetsanliegen austauschen.

Du sprachst von Ausstrahlung nach aussen. Hat das schon Form angenommen?

Wir haben noch nicht viel gesehen davon, aber unsere Ausrichtung ist klar. Wir sind alles Gläubige im Kern. Dann gibt es noch eine zweite Schale: Menschen, die suchend sind und dazu kommen könnten. Wir beten für diese Menschen. Wir beten, dass Gott ihre Herzen berührt.

Ein Beispiel: Es gibt einen Mann, bei dem wir nicht genau wussten, wo er im Glauben steht. Er wurde uns im Gebet wichtig. Er hat viel Elan und Potential. Ich sprach ihn kurz darauf an und frage ob er mal hineinschauen möchte. «Keine Frage, genau so etwas suche ich!», sagte er. Aktuell schaut er mal, ob das für ihn passt und ob er sich wohl fühlt.

Was wäre dein Traum, was aus dieser Gemeinschaft heraus passiert?

Ein Traum hat sich bereits erfüllt. Ich freue mich wie ein kleines Kind auf jeden dieser Abende! Das Feedback der Männer freut mich: «Die Abende sind nichts verrücktes, aber jedes Mal lerne ich etwas und erlebe Wachstum im Glauben.» Ich habe noch ganz viele Ideen, was wir als Männer gemeinsam machen könnten: Panzer fahren, (Kampf-) Flieger ansehen, Bike-Kurse geben. Wir haben ganz viel Potential vorhanden. Und dennoch sind wir noch zurückhaltend, weil wir auf die Kairos-Momente warten wollen. Unser Traum ist es einen Ort zu gestalten, wo Fragen ausgelöst werden zum Glauben, ohne dass wir «missionieren». So, dass Menschen zum Glauben an Gott finden. Wir lassen uns aber auch Zeit. Wir brauchten ein Jahr um uns kennenzulernen. Eins nach dem Anderen.

Ist dir sonst noch etwas wichtig?

Wichtig ist mir noch, dass wir aufpassen, dass wir uns nicht um uns selber drehen. Wir sind keine Kleingruppe, die nach innen ausgerichtet ist. Wir haben keinen Selbstzweck. Wir wollen das Reich Gottes hinaustragen. Wenn das nicht mehr ist, fehlt das Wichtigste.

Wie ist die Gemeinschaft mit der Vineyard verbunden?

Wir sehen uns als Gemeinschaft der Vineyard Aarau. Es sollen aber jegliche Leute darin platzhaben. Ich bin sehr offen für Männer aus allen Kirchen. Wir sind aktuell drei aus der Vineyard und zwei aus anderen Kirchen. Aber das ist eigentlich egal.

Herzlichen Dank. 

 

Wenn du mehr über Jean Hutmacher und diese Männer-Gemeinschaft erfahren möchtest meldest du dich am besten direkt bei Jean(email).

Wenn du eine eigene Idee für eine Gemeinschaft hast, und dies konkreter machen möchtest, steht dir Boris Eichenberger gerne zur Seite (email / 079 323 40 30)