GOTT UND POLITIK

Der Zusammenhang zwischen Gesellschaft und Kirche war schon seit jeher von Spannungen begleitet. In den ersten drei Jahrhunderten wurde die Kirche, resp. die Christen, vom Staat, in dieser Zeit vorwiegend das Römische Reich, verfolgt und blutig unterdrückt. Erst mit der Mailänder Vereinbarung im Jahre 313 hat Kaiser Konstantin die Religionsfreiheit garantiert. Im Anschluss folgte - kurz gesagt - der Aufstieg der Kirche zur Supermacht, bis sie im Mittelalter das gesamte Leben der Menschen beeinflusste, manchmal sogar kontrollierte. Die Reformation und später die Aufklärung brachten da eine dringend nötige Korrektur. Das Pendel schwang jedoch sehr weit auf die andere Seite, sodass die Kirche heute mehr und mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird. Ganz neu stellt sich die Frage, welchen Platz der Glaube, religiöse Ansichten und die Kirche als Institution in unserer Gesellschaft hat.

 

In zwei Gottesdiensten möchten wir uns diesem Thema annähern. Diese Gottesdienste werden eingeleitet durch Interviews mit Politikern: Grossrätin Lilian Studer und Stadtammann Dr. Marcel Guignard.

 

 

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